Games 'n' Poesie
- bettinawegenast
- vor 6 Stunden
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Games gebaut wie Gedichte
Beitrag von Phiipp Wegenast
Game Poems bewegt sich an einer spannenden Schnittstelle von Games, Literatur und Kunst. Das englischsprachige Online-Magazin versteht das Entwickeln von Videogames selbst als eine mögliche Form poetischer Praxis: Nicht ein Gedicht wird einfach in ein Spiel eingebaut – vielmehr können Spielmechanik, Interaktion, Bild, Klang, Regeln und Beschränkungen zu den Ausdrucksmitteln eines Gedichts werden.
Game Poems sind bewusst kurz gehalten. Viele lassen sich innerhalb weniger Minuten spielen und beschäftigen sich mit persönlichen Erfahrungen, Mehrdeutigkeit, Stimmungen oder ungewöhnlichen Formen der Interaktion. Dabei geht es nicht um animierte Texte. Nach dem Selbstverständnis des Magazins kann die eigentliche „Poesie“ ebenso in einer Spielregel oder einer bestimmten Handlung des Spielers liegen.
Die erste Ausgabe, „First Moves“, erschien im Januar 2026. Sie versammelt neue Arbeiten von Künstler, Studierenden, unabhängigen Game-Designer, Wissenschaftler und Entwickler aus der Gamesbranche. Die Games werden unmittelbar in der browserbasierten Ausgabe präsentiert und können kostenlos gespielt werden.
Damit stellt Game Poems auch eine interessante Frage an unser Verständnis von Games: Muss ein Spiel ein Ziel, eine Herausforderung oder eine Geschichte besitzen – oder kann Spielen ebenso eine kurze, verdichtete Form des Nachdenkens und Wahrnehmens sein?
Gerade für alle, die sich für experimentelle Games, Game Art, Interactive Storytelling oder digitale Literatur interessieren, lohnt sich ein Blick – und vor allem ein Spiel.






